Die Blüte öffnet ihre Blätter

Nach dem herrlichen Singen und meditativen Tanzen in Hohenau war ich so inspiriert, dass in mir heute morgen spontan eine Melodie entstanden ist: Die Blüte öffnet ihre Blätter (Hörprobe, Noten).

img1Der Text basiert auf einem Gedicht von Bodhidharma (siehe unten). Der Sinn des Gedichts ist kurz gesagt folgender:

Die Blüte kann das Hervorkommen der Frucht nicht erzwingen. Es braucht dazu viele andere Bedingungen, wie z. B. Regen, Sonne, eine Biene zum Bestäuben, Luft mit C02 usw. Aber es muss durchaus die Voraussetzung schaffen, nämlich ihre Blüte öffnen und geduldig warten. Wenn sie das nicht tut, kann es noch so viel regnen oder die Sonne scheinen, aber die Bienen kommen gar nicht ran zum Bestäuben, also gibt es im Herbst auch keine Frucht.

So ist es auch in unserem Leben: Wir können nichts erzwingen, weil alles wechselseitig voneinander abhängig ist. Aber wenn wir die Voraussetzungen schaffen und geduldig abwarten, kann es sein, dass sich die Dinge günstig entwickeln. Allerdings sollten wir nicht an dem Ergebnis anhaften sondern offen sein, was da kommt.

Das Original-Gedicht von Bodhidharma lautet:

‘Ursprünglich kam ich in dieses Land, um den Dharma weiter zu geben und alle Lebewesen von ihren Täuschungen zu befreien. Eine Blume öffnet fünf Blütenblätter und die Früchte reifen von selbst auf natürliche Weise.’

Quelle: http://www.zengalerie.de/html/ikka_goyo_no_hiraku.html

Mehr dazu am Ende meines Vortags über Nichts Tun / Wu Wei.

Viel Spaß beim Anhören und Mitsingen.

 

Arnos Künstlerecke

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