Rauschen und Pfeifen

Am Sonntag in Rosenheim bei Susanne und Klaus sangen wir eines meiner Lieblingslieder, das mich u.a. auch zu der Auszeit inspiriert hat: „Kann ich auch mal nix tun?“ (dazu gibts ein nettes Video von Joachim Goerke auf youtube). Dabei ist mir klar geworden, in den ersten 3 Wochen meiner Auszeit hatte ich davon noch nicht viel gespürt.

Meine Zeit ist angefüllt, von früh bis spät: Meditieren, Morgen-Qigong, Einkaufen, Rezepte suchen, Kochen, Backen, Dinge Reparieren, Waschen, Wohnung putzen, Plumvillage_Chanting-Book-Lieder ins Deutsche übertragen, Veranstaltungen der GAL vorbereiten, neuen Morgengesang üben, u.v.m. Genau genommen gab es nur 2 Momente in der ersten Woche, als ich am Ammersee bei meinem Wohnwagen draußen in der Sonne saß, eine Tasse Tee in der Hand. Es gab nichts zu tun, ich genoss die Wärme der Sonne, den blauen Himmel, das Zwitschern der Vögel – und die Stille. Mein Tinnitus war kaum mehr wahrnehmbar!

Gestern hatte ich auch schon wieder eine Menge auf meiner todo-list, insb. hatte ich entdeckt, dass man mit dem freien Notensetzprogramm musescore seine Noten online stellen konnte, und andere können sich die Noten, ohne das Programm zu installieren, vorspielen lassen. Sogar in Schleifen, was zum Einüben des neuen Morgengesangs in der GAL ideal wäre. Aber heute wollte ich zumindest mal zum Flaucher an die Isar, und ein bisschen „nix tun“.

Iso-Matte und die Quechua 2 seconds Strandmuschel (es wehte doch ein kalter Wind) aus Rad geklemmt, und los gehts. Dieses Quechua Ding springt einem nach den Auspacken förmlich aus der Hand und baut sich selber auf. Nur noch unten beschweren, dass es der Wind nicht mitnimmt!

Innen drinnen wars dann so gemütlich warm, dass ich sogar Sweat- und T-Shirt ausziehen konnte und meinen Vitamin D3-Spiegel erhöhen konnte. Als Veganer muss man ja im Winter besonders drauf achten, aber auch Omnis haben oft einen Mangel daran. Ich genoss das Rauschen der Isar, die warmen Sonnenstrahlen und den blauen Himmel. In aller Ruhe hab ich dann meinen mitgebrachten Obstsalat verzehrt (mit den Resten vom Frühstücks-Frischkornbrei, weil ich morgens nicht mehr soviel essen brauch, wie ich mir mache). Und dann:

Nichts tun!

Zumindest bis 15 Uhr, denn ich musste ja noch Einkaufen, den Pizzateig fürs Abendessen ansetzen, und der Wind wurde langsam auch immer unangenehmer.

Für die Hinfahrt war ich viel zu warm angezogen gewesen, darum jetzt eine Schicht weniger fürs Heimradln. Obwohl ich versuchte langsam zu fahren kam ich doch ins Schwitzen, und beschloss heute nicht mehr mit dem Radl zum Einkaufen zu fahren, denn Donnerstag gehts nach Waldbröl ins EIAB und ich möchte da keine Erkältung mitbringen.

Daheim angekommen war er dann wieder da, der Tinnitus!

Viel lauter als die letzten Wochen! Trotz Ruhe und Entspannung, der pfeift drauf! Das ist mir schon manchmal am Anfang des Urlaubs so gegangen, als der Arbeitsstress wegfiel, hat es erst mal lauter gepfiffen, also zuvor. Manchmal kündigt es aber auch eine aufziehende Erkältung an – schau mer mal!

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