Im Hier und Jetzt – der Schlüssel zum Glück

Jetzt bin ich im 5. Monat der Auszeit, und mir ist eine Veränderung in meiner Meditation bewusst geworden! In den ersten Wochen und Monaten der Auszeit war mein Geist immer wieder mit der Zeit nach dem Sabbatical beschäftigt. Wie würde es weitergehen? Will mich mein „alter“ Kunde noch haben? Was hat mein neuer Chef mit mir vor? Und einiges mehr. Natürlich wusste ich – und bekam es auch von jemandem rückgemeldet – dass ich erst mal die Auszeit genießen soll, und mich nicht mit Sorgen über die Zukunft quälen. Aber was der Verstand weiß und was „es“ denkt, sind halt zwei paar Stiefel.

Auch gibt es einige andere Sorgen die mich immer wieder aus dem gegenwärtigen Moment herausziehen, auch wenn ich es eigentlich besser wissen müsste.

Vor einiger Zeit hab ich schon bemerkt, dass sich meine formale Meditationspraxis verändert hat. Angesteckt von der Freude über die Wirkung der 3 Sitzungen in der Mittwochs-Morgen-Meditation hab ich meine persönliche Morgenpraxis auf immerhin 2 Sitzungen erweitert. Und außerdem bin ich wieder verstärkt auf die Beobachtung des Atems als Objekt gegangen, insb. auf die „ganze Länge des Ein- und Ausatmens“. Und Karl hat kürzlich beim Vortrag am Sangha Wochenende noch den Punkt der Umkehr von Ein- in Ausatmen und Aus- und Einatmen ins Spiel gebracht.

Den Vipassana-Anteil, also das Wahrnehmen der Gedanken und Gefühle hab ich mehr im Alltag geübt. Wenn also solche Gedanken über die Zukunft gekommen sind, hab ich mich gefragt: „Will ich das jetzt denken?“ Wenn nein, dann bin ich zum Atem, zum Körper oder zu dem was ich gerade mache zurückgekommen – Hier und Jetzt.

Das hat sich nach und nach auf die o.g. Gedanken und Sorgen über die Zukunft ausgewirkt. Und mit großer Freude verweile ich jetzt immer mehr im Hier und Jetzt und die Sorgen und Probleme belasten kaum mehr den Alltag. Jetzt wird mir klar, warum so viele spirituelle Lehrer wie Thich Nhat Hanh, oder auch Eckhart Tolle das „Jetzt“ so betonen! Das ist wirklich der Schlüssel zum Glück!

Das alles war allerdings kein plötzliches Aha-Erlebnis, sondern ein Prozess, der sich über Wochen und Monate hingezogen hat, und vielleicht auch noch weitergeht. Schaun mer mal,  …

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.