Als Abschluss: Achtsames Silvester

So wie das Jahr Auszeit begonnen hatte, so durfte ich es auch beenden, mit einem tollen Achtsamen Silvester im Achtsamkeitszentrum in München.

Nach einigen Hin und Her hatten wir 30 Anmeldungen bis aus Bamberg, Regensburg und Südtirol, eine schöne Gruppe also!

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Die songs hatten wir schon seit langem gesammelt, aber vor ein paar Wochen kam dann eine neue Idee für das Motto des Abends: „Sei mutig, singe der Welt dein Lied„. Wir wollten Lieder singen, die helfen seinen Herzenswunsch zu entdecken und Bedingungen zu schaffen, diese(n) auch zu realisieren. Das sind die songs (liegen in meiner dropbox):

Ein herrliches Buffet wurde wieder von allen Teilnehmer*innen mitgebracht, mit vielen veganen Köstlichkeiten. Ich konnte gar nicht alles probieren! Außer meinem gesunden, veganen Stollen und Hildegard Nervenkeksen hatte noch jemand was tolles veganes gebacken, ich konnte aber nicht rausbekommen, wer es war.

 

Nach dem Essen Zeit für eine wohltuende Tiefenentspannung. Weil wir doch nur 26 waren, hatten alle gut Platz im Zendo, nur die Matten wurden knapp.

Als Fragestellung für die Gesprächsrunde hatte ich mir überlegt: „Habt ihr euch einen Herzenswunsch erfüllt in diesem Jahr (gross oder klein)? Oder plant es im nächsten? Welchen Herzenswunsch habt ihr?“.

Wir leiteten die Runde ein mit:

Anfangs kamen die Beiträge nur spärlich, und ich überlegte mir schon, welche Joker-songs wir wohl noch singen könnten. Dann aber teilten immer mehr und ich musste bremsen und die Runde gerade noch pünktlich beenden, damit noch Zeit für eine Pause vor dem Schlussmantra war. Dieses war:

Ich hatte es schon mal bei einem Achtsamen Silvester erlebt, dass wir bei Kerzenschein singen wollten, aber dann wir drei an den Gitarren alleine gesungen haben, und von den Teilnehmer*innen nix zu hören war, als ob sie alle eingeschlafen wären. Diesmal das genaue Gegenteil! Eine nach der anderen ist aufgestanden und hat zu dem song getanzt! Auch auf der Empore! Eine Riesenstimmung! Sowas hatte ich noch nicht erlebt!

Und wiedereinmal spielte Ganesha meine Gitarre, ich konnte und brauchte nicht zu denken und nichts zu beeinflussen. Er spielte ganz sachte immer schneller, 10 min vor Schluss dann ganz leise und langsam. Steigerte sich aber wieder bis punkt 24 Uhr mit einem fulminanten Ende unter Jubeln! Wir sangen so laut, dass von den Krachern draußen nix zu hören war.

Nach den 12 Glockentönen las Edith einen Text von MadeMyDay, den ich erst am Nachmittag über facebook gefunden hatte, und genau zu Thema passte:

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Anschließend machen wir wie schon seit einigen Jahren, das „Ich wünsche dir von Herzen Glück“, das wir von Lama Öser gelernt hatten. Man stellt sich im Kreis auf, dann fängt einer an nach innen zu treten, und seinem linken Nachbarn mit dem Spruch „Ich wünsche dir von Herzen Glück“ und einer Verbeugung eben dieses zu wünschen. Es spricht immer nur der im Innenkreis. Dann geht er eins weiter, wieder Spruch und Verbeugung, und wieder eins weiter. Dann folgt der nächste, und der Kreis rollt sich wie eine Raupe nach innen auf. Wenn man die ganze Runde durch hat übernimmt man die passive Rolle, und wird von allen anderen der Reihe nach mit Glückwünschen bedacht. Alles klar? Wirklich sehr erfrischend und unglaublich wirkungsvoll. Jedesmal ein Erlebnis.

Noch eine letzte Kontrolle mit dem Handy, ob es wieder Mal eine Sperre am Hauptbahnhof gibt (ist schon vorgekommen, in dem Jahr wo es in Köln die massiven Übergriffe auf Frauen gegeben hat). Diesmal war alles im grünen Bereich, ich riet trotzdem den Heimfahrern vorsichtig zu sein und der Intuition zu vertrauen. Sieben Menschen verbrachten die Nacht im Zentrum.

Und jetzt: Free Hugs! In der PlumVillage-Tradition gibt es ja die Umarmungsmeditation, im laufe der Jahre hat sich bei uns aber die freestyle-Methode von Susanne Mössinger durchgesetzt. Ich appelierte jedoch auch – wie Susanne – an das Taktgefühl, darauf zu achten, dass nicht jeder eine Umarmung mag.

Heute war wirklich Party-Stimmung, als ich um 1:45 das Zentrum verließ, waren noch einige am sich unterhalten und die Reste vertilgen.

Am nächsten Morgen um 9 Uhr genossen wir zu neunt ein gemeinsames Frühstück, mit Kaffee, Espresso, veganem Mandeljoghurt, einigen Resten vom Vortag, selbergemachtes Roggenbrot, vegane Leberwurst ohne Leber und ohne Wurst. Anschließend machten wir noch Rückkehr zum Frühling Qigong und räumten (achtsam) auf.


Schau mer mal, wies jetzt weitergeht, ich hab ja von meinem Arbeitgeber für das letzte Jahr den vollen Urlaub bekommen, den ich gleich antrete. Es geht also in die Verlängerung bis Mitte Februar!

Diesen Blog werde ich wohl fortführen und umbenennen, denn auch wenn in Sydney die falsche Jahreszahl zelebriert wurde, ist das Jahr 2018 definitiv vorbei. Aber es ist ja eh immer nur JETZT!

Ich überleg noch, wie ich ihn nennen soll, vielleicht „Arnos Blog“? Nicht sehr originell! Oder soll ich ihn aufteilen, in die einzelnen Kategorien? Was meinst du?

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Ein Kommentar zu „Als Abschluss: Achtsames Silvester

  1. Lieber Arno, das war sicherlich ein wunderbares Silvester. Ich habe viel an Euch gedacht und gefreut. Wie schön, dass Du noch Urlaub hast und somit Extra-Zeit ;-), genieße es! Sei herzlich gegrüßt, Taija

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